London: Moskau rationiert in Südukraine Artilleriemunition

Die russischen Besatzungstruppen in der Südukraine müssen nach Einschätzung britischer Militärexperten ihre Artilleriemunition rationieren, um einsatzbereit zu bleiben.

Dennoch sei es den Ukrainern trotz Angriffen auf mindestens zwei Achsen bisher wohl nicht gelungen, die primären russischen Verteidigungslinien dort zu durchbrechen, hieß es heute im täglichen Kriegsgeheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London.

Ein ukrainischer Brückenkopf auf der von Russland besetzten Seite des Dnipro-Flusses im Oblast Cherson stelle eine zusätzliche Herausforderung für die russischen Kommandeure dar. Diese seien „wahrscheinlich besorgt über die Anfälligkeit ihrer südwestlichen Flanke“, so die Mitteilung der Briten weiter.

Ukraine hält Angriffen bei Bachmut stand

Ebenfalls schwach seien die russischen Kräfte um die ostukrainische Stadt Bachmut, bisher hielten sie der dort mit erheblichem Aufwand vorangetriebenen ukrainischen Gegenoffensive aber stand.

Die russischen Truppen versuchten hingegen laut den Briten in den Wäldern westlich der Stadt Kreminna nahe Sjewjerodonezk vorzustoßen sowie um Awdijiwka nahe Donezk. Beiden Seiten sei es jedoch nur marginal gelungen vorzurücken.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine im Februar 2022 täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.