Robbie Williams: Habe mich schon immer hässlich gefühlt

Popstar Robbie Williams („Let Me Entertain You“) kämpft nach eigenen Angaben mit einer Wahrnehmungsstörung hinsichtlich seines Körpers. Er fühle sich ständig hässlich, so der Brite.

„Ich könnte ein Buch über Selbsthass schreiben, wenn es um die Wahrnehmung meines Körpers geht“, schrieb der 49-Jährige auf Instagram. Wenn er einen Wunsch freihätte, würde er lieber so viel essen können, wie er wolle, ohne dick zu werden, als fliegen zu können.

Der britische Popmusiker Robbie Williams
AP/Europa Press/Ricardo Rubio

Auch Abnehmen hilft nicht

Er leide an einer körperdysmorphen Störung, schrieb Williams in dem gestern veröffentlichten Beitrag. Gleichzeitig habe er zeitweise 18 Kilogramm oder mehr Übergewicht. Doch auch Abnehmen helfe nicht. „Im Moment bin ich schlank …, aber wie ich so bin, sage ich mir selbst: ‚Verdammt toll Rob, du hast es geschafft, schlank zu werden, und jetzt bist du alt, Glückwunsch, sarkastisches Klatschen‘.“

Bei der körperdysmorphen Störung handelt es sich um eine psychische Erkrankung, bei der sich Betroffene sehr viel mit subjektiv wahrgenommenen Mängeln am eigenen Aussehen beschäftigen. Die Störung kann wahnhafte Züge annehmen und geht oft mit Essstörungen einher.

Nach Angaben des britischen Gesundheitsdiensts NHS kann die Erkrankung den Alltag ernsthaft beeinträchtigen sowie zu Depressionen, Selbstverletzungen und sogar Suizidgedanken führen. Zur Behandlung werden Verhaltenstherapie, Antidepressiva oder Antipsychotika empfohlen.

„Eine verdammte Katastrophe“

Die Situation sei eine „verdammte Katastrophe“, schrieb Williams. Er fügte hinzu: „Es ist ein echter Kampf. Die Traurigkeit ist schockierend. Ich hatte es mein ganzes Leben lang und es hört einfach nicht auf.“

Williams betonte, er mache das nicht öffentlich, um nach Komplimenten zu fischen, sondern um es loszuwerden. „Und wenn sich jemand in den Worten, die ich geschrieben habe, selbst erkennt, hilft es uns vielleicht beiden“, so der frühere Take-That-Star.