Gespräche zu Metaller-KV unterbrochen

Die zweite Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 137.000 Beschäftigten in der Metalltechnischen Industrie ist nach fünf Stunden ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft plant nun Betriebsrätekonferenzen.

Die Arbeitgeber haben heute eine steuer- und abgabenfreie Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent und eine Einmalzahlung von 1.050 Euro angeboten. Auf dem Tisch liegt die Forderung der Arbeitnehmervertreter von plus 11,6 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Das KV-Angebot basiere auf dem durchschnittlichen Wachstum der Industrie der letzten Jahre (nominelle Bruttowertschöpfung), hieß es in einer Aussendung des Fachverbands Metalltechnische Industrie (FMTI) nach Verhandlungsende. „Die Gewerkschaften zeigen sich im Moment leider unflexibel“, so FMTI-Obmann Christian Knill. Die jetzt geplanten gewerkschaftlichen Maßnahmen seien „zu akzeptieren, sie ändern aber nichts an der wirtschaftlichen Realität“.

Die Gewerkschaften GPA und PRO-GE auf Arbeitnehmerseite haben stets betont, dass die Kaufkraft erhalten werden müsse und sie nun die Versäumnisse der türkis-grünen Bundesregierung im Kampf gegen die hohe Inflation ausgleichen müssten.