UNO: Welt „unterfinanziert und unvorbereitet“ auf Klimawandel

Das UNO-Umweltprogramm (UNEP) warnt in einem neuen Bericht vor Finanzierungslücken beim Anpassungsprozess auf den Klimawandel und dessen Folgen. Die Weltgemeinschaft müsse unbedingt die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren und Maßnahmen zum Schutz von Menschen in besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffenen Gebieten vorantreiben, so die Forderung des heute in Nairobi vorgestellten Berichts.

Die Welt sei „unterfinanziert und unvorbereitet“, warnte UNEP-Direktorin Inger Andersen. Sie forderte die politischen Entscheidungsträger auf, sich mit entsprechenden Finanzzusagen auf dem anstehenden Klimagipfel COP28 für den Schutz einkommensschwacher Länder und benachteiligter Bevölkerungsgruppen vor den Auswirkungen der Klimaveränderungen zu engagieren.

Gerade in unterentwickelten Ländern sei der finanzielle Bedarf zehn- bis 18-mal höher als die tatsächlich erhaltenen Gelder. Insgesamt betrage die Finanzierungslücke weltweit zwischen 199 und 366 Milliarden Dollar jährlich, so der UNEP-Bericht. Gleichzeitig verlangsame sich die Planung neuer Anpassungsprojekte.

„Selbst wenn die internationale Gemeinschaft heute sämtliche Emissionen von Treibhausgasen stoppen würde, würde es Jahrzehnte dauern, bis sich das Klima stabilisiert“, so Andersen. „Der Klimawandel wird auf lange Sicht bleiben.“