100 Schulen sollen zu KI-Pilotschulen werden

100 Schulen in Österreich sollen in den nächsten zwei Schuljahren zu Pilotschulen in Sachen künstlicher Intelligenz (KI) werden. Das kündigten ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek und Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky (ÖVP) heute an.

Grundsätzlich nach wie vor verboten ist der Einsatz von KI-Programmen wie ChatGPT, wenn damit Leistungen vorgetäuscht werden. In bestimmten Fällen ist die Verwendung erlaubt, muss aber gekennzeichnet werden.

100 KI-Pilotschulen in Österreich geplant

Ein Pilotprojekt soll künftig Antworten auf die Frage geben, wie künstliche Intelligenz an Schulen sinnvoll eingesetzt werden kann. 100 Schulen in Österreich sollen zu sogenannten KI-Pilotschulen werden.

Weiterbildung für Lehrkräfte verstärken

Die KI-Pilotschulen erhalten ein eigenes Projektbudget. Damit kann zusätzliche Lernsoftware angeschafft und – begleitet von Hochschulen – getestet und evaluiert werden. Für die Teilnahme ist eine Bewerbung nötig. Vertreten sein sollen dabei alle Schularten und alle Bundesländer. Insgesamt steht ein Projektbudget von 250.000 Euro zur Verfügung.

Verstärkt werden soll die Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte in diesem Bereich, unter anderem mit einer Grundschulung in Form eines Massive Open Online Courses (MOOC). Das Thema KI soll auch stärker in die Lehrerausbildung integriert werden.

„Begründungskompetenz wird zentral“

Nach wie vor verboten bleibt der Einsatz von KI, wenn damit Leistungen vorgetäuscht werden sollen, betonte Polaschek. „Die Letztverantwortung liegt bei den Schülerinnen und Schülern.“ In diesem Zusammenhang seien die Lehrkräfte aufgefordert, etwa bei Schularbeiten und Tests auf den Stil zu achten und im Zweifelsfall gezielt nachzufragen, so Polaschek.

Laut Medienpädagogin Elke Höfler geht es dabei auch darum, „Schriftlichkeit in Mündlichkeit zu überführen“. Lehrkräfte könnten sich etwa von Schülerinnen und Schülern erklären lassen, warum sie bei einer Erörterung oder Übersetzung dieses oder jenes Wort verwenden. „Die Begründungskompetenz wird zentral sein.“ Übersetzungsprogramme würden etwa immer wieder dieselben Ausdrücke einsetzen.