Neue Korruptionsvorwürfe gegen angeklagten US-Senator

Der seit Monaten wegen Bestechlichkeit angeklagte demokratische US-Senator Robert Menendez soll sich gegen Schmiergeld auch für Katar eingesetzt haben.

Wie die Bundesstaatsanwaltschaft in New York gestern mitteilte, wird dem bereits im September wegen mutmaßlicher Bestechung aus Ägypten angeklagten Menendez nun zusätzlich vorgeworfen, einem Geschäftsmann gegen Bestechungsgeld dabei geholfen zu haben, sich Investitionen in Millionenhöhe aus einem mit dem Golfemirat Katar verbundenen Fonds zu sichern.

US-Senator Robert Menendez
Reuters/Eduardo Munoz

Der heute 70-jährige Menendez soll zusammen mit seiner Frau „Hunderttausende Dollar an Bestechungsgeldern“ erhalten haben, darunter Goldbarren, hohe Geldbeträge und andere Wertgegenstände. Als Gegenleistung soll er sich auf für Katar „vorteilhafte“ Weise verhalten haben, hieß es in der Anklageschrift.

„Öffentliche Äußerungen“ zugunsten Katars

Menendez soll den US-Geschäftsmann einem Mitglied der katarischen Herrscherfamilie vorgestellt haben, das auch den betroffenen Investmentfonds leitete. Während der mit Katar verbundene Fonds die Investitionen in ein Immobilienprojekt des Geschäftsmanns im US-Bundesstaat New Jersey erwogen habe, tätigte Menendez nach Angaben der Ermittler „zahlreiche öffentliche Äußerungen“ zugunsten der Regierung von Katar.

Menendez war erstmals im September wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt worden. Ihm wird bereits seit Monaten vorgeworfen, gegen Schmiergeld als nicht registrierter „ausländischer Agent“ für Ägypten tätig gewesen zu sein und unter anderem ägyptische Militär-und Geheimdienstvertreter begünstigt zu haben.