Signa: Deutscher Milliardär winkt ab

Das insolvente Immobilienunternehmen Signa Prime braucht dringend frisches Geld, um den Weiterbetrieb während des kontrollierten Abverkaufs seiner Luxusimmobilien überhaupt finanzieren zu können.

Der deutsche Milliardär und Logistiker Klaus-Michael Kühne winkte laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“, Onlineausgabe) gestern bereits ab. Von ihm sollte Insidern zufolge ein Notkredit von mehr als 100 Millionen Euro kommen, hatten die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg zuvor berichtet.

Gerüchte über Verhandlungen zu diesem Insolvenzmassekredit wies ein Sprecher des Milliardärs, der auch bei der Signa investiert ist, gegenüber der „FAZ“ zurück. „Die Vermutung, dass die Kühne Holding einen solchen Betrag als Massekredit der ehemaligen SPS AG (Signa Prime Selection AG, Anm.) zur Verfügung stellen könnte, entspricht nicht den Tatsachen und ist auch nicht von uns beabsichtigt“, hieß es.

Davor hatte es geheißen, Kühne und einige Banken könnten den Kredit bereitstellen. Das Geld hätte Liquidität zur Deckung von Rechnungen und zur Fortsetzung der Bauarbeiten bereitstellen sollen.

Statt Kühne kam mittlerweile ein britisch-amerikanischer Geldgeber ins Spiel, der laut Recherchen der Zeitung „Der Standard“ als Private-Debt-Investor bereit ist, für vier Jahre (plus ein Jahr optional) ein Darlehen von rund 100 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Er will angeblich 15 bis 20 Prozent Zinsen sehen und an einem etwaigen Mehrerlös aus der Verwertung beteiligt werden.