Schweden rechtfertigt Ausweisungen von EU-Roma

Der schwedische Migrationsminister Tobias Billström findet, Betteln sei eine unehrliche Weise, Geld zu verdienen. Er rechtfertigt so die jüngst bekannt gewordenen Abschiebungen von EU-Roma aus Schweden. Billström sagte heute im Schwedischen Radio SR unter Hinweis auf das schwedische Ausländergesetz, auch EU-Bürger müssten glaubhaft machen, dass sie in Schweden „auf ehrliche Weise“ ihren Unterhalt bestreiten könnten.

Betteln sei „keine ehrliche Weise“, um an Geld zu kommen, so Billström. Nach Ansicht des Ministers verstoßen die Ausweisungen von Roma aus Schweden auch nicht gegen die persönliche Bewegungsfreiheit innerhalb der EU, weil es Hinweise gebe, dass die Bettelei organisiert sei.

Billström schloss sich damit der Argumentation der schwedischen Polizei an. Laut SR-Recherchen wurden heuer bereits rund 50 europäische Roma, großteils aus Rumänien stammend, aus Schweden ausgewiesen.