Mexiko: Zweiter Überlebender bei Massaker

Bei dem Massaker an 72 Einwanderern im Norden von Mexiko hat es Ende August einen zweiten Überlebenden gegeben. Das bestätigte die mexikanische Polizei gestern. Seine Identität sei geheim gehalten worden, um ihn nicht zu gefährden, hieß es. Der Mann habe den Behörden Informationen gegeben, die bei den Ermittlungen geholfen hätten.

Bis Dienstag war nur ein einziger Überlebender, ein 18-Jähriger aus Ecuador, bekanntgeworden. Die Leichen des Massakers waren am 24. August von der Polizei entdeckt worden, nachdem der 18-Jährige die Behörden alarmiert hatte.

Von Drogenbossen erschossen

Die Polizei vermutet nach den Aussagen der Zeugen, dass Mitglieder des Zeta-Drogenkartells für das Massaker verantwortlich waren. Sie sollen die Einwanderer auf einer Straße im mexikanischen Staat Tamaulipas, der an Texas grenzt, gestoppt haben. Sie fesselten die Einwanderer dann und brachten sie zu einer Ranch. Diejenigen, die sich weigerten, für die Bande zu arbeiten, mussten sich hinlegen und wurden erschossen.