Teure Lebensmittel: Zehn Tote bei Unruhen in Mosambik

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Bei schweren Unruhen wegen geplanter Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel und Strom sind in Mosambik bis zu zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in den Armenvierteln der Hauptstadt Maputo dauerten heute den zweiten Tag in Folge an, wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtete. Demonstranten setzten demnach Reifen in Brand, warfen Steine auf Polizisten und zerstörten Plakate mit dem Abbild von Staatschef Armando Guebuza. Es kam auch zu Plünderungen.

Öffentliches Leben steht still

Die südafrikanische Zeitung „Cape Times“ berichtete, Beamte hätten am Vortag auf Demonstranten geschossen. Unruhen gebe es auch in der Nähe der Provinzstadt Matola, so die Zeitung.

Maputo war wegen der Barrikaden und der bewaffneten Auseinandersetzungen von der Außenwelt abgeschnitten, schrieb Lusa. Das öffentliche Leben sei zum Stillstand gekommen. Praktisch alle Geschäfte seien geschlossen. Auf dem Flughafen, der zwischenzeitlich geschlossen war, war der Betrieb eingeschränkt. Hunderte Geschäftsleute und Touristen aus Südafrika, aber auch aus Portugal und anderen Ländern saßen laut den Berichten in ausgebuchten Hotels in Maputo fest.