Bereits 40 Anmeldungen auf Fußfesseln

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In den heimischen Justizanstalten sind die elektronischen Fußfesseln sehr begehrt, die seit 1. September unter bestimmten Voraussetzungen die Untersuchungshaft bzw. bis zu einjährige Freiheitsstrafen ersetzen und damit die an ihren Kapazitäten angelangten Gefängnisse entlasten sollen.

„Österreichweit sind bereits zwischen 40 und 50 Anträge gestellt worden“, berichtete Peter Prechtl, der stellvertretende Leiter der Vollzugsdirektion, heute auf APA-Anfrage.

Die Anträge werden nun mit Hilfe des Vereins Neustart geprüft, der feststellen muss, ob die Kandidaten die Voraussetzungen für den Erhalt der Fußfessel erfüllen: Dazu zählt eine eigene Wohnmöglichkeit, wobei Neustart die jeweilige Wohnung in Augenschein nimmt und auch die Zustimmung allfälliger Mitbewohner - in den meisten Fällen wohl Familienangehörige - zum Hausarrest einholt.

Auch Elsner hofft auf Fußfessel

Bezieher einer Pension müssen keinen Job annehmen, sollten aber einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, falls dem gesundheitliche Gründe nicht entgegenstehen. Diese Einschränkung könnte beim ehemaligen BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner zum Tragen kommen, der ebenfalls eine Fußfessel möchte.