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„Schwerer Rückschlag“

Als „Enttäuschung“ und „schweren Rückschlag für erneuerbare Energien“ hat Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) Sonntagabend die Entscheidung der deutschen Regierung bezeichnet, die AKW-Laufzeiten zu verlängern.

„Deutschland macht es sich damit leicht, den CO2-Ausstoß in Grenzen zu halten“, kritisierte der Umweltminister in einer Aussendung. Trotz der „enttäuschenden Entscheidung“ Deutschlands will Berlakovich nach eigenen Angaben „nicht locker lassen“ und sein Bemühen verstärken. „Es geht um maximale Sicherheit für die Bevölkerung und die intelligente Nutzung natürlicher Ressourcen.“ Er setze auf erneuerbare Energien, „weil hier die Zukunft der Energieversorgung liegt“.

„Keine Antwort auf Klimawandel“

Österreich nehme in diesem Sektor bereits heute europaweit eine Vorreiterrolle ein. „Für diesen Weg werde ich mich weiter einsetzen und alle Kräfte bündeln“, betonte der Umweltminister. „Klar ist: Atomkraft ist keine Antwort auf den Klimawandel und keine nachhaltige Form, um den CO2-Ausstoß zu verringern.“

„Eine Bedrohung“

Die Umweltssprecherin der SPÖ, Petra Bayr, hatte bereits vor der endgültigen Entscheidung die Laufzeitverlängerung als „Bedrohung“ bezeichnet. „Die Entscheidung der deutschen Regierung für eine Laufzeitverlängerung der AKW ist aus umweltpolitischer wie sicherheitstechnischer Sicht sehr bedrohlich“, kritisierte die Sozialdemokratin.

„Vernünftig wäre vielmehr, die stete Gefahr endlich zu bannen, die tagtäglich von Atomkraftwerken und den atomaren Endlagern ausgeht, und sich für ein atomkraftfreies Europa einzusetzen“, erklärte die Umweltsprecherin. Sich von der Atomlobby „so in die Knie zwingen zu lassen, ist ein erschreckendes Merkmal für neoliberale und rückwärtsgewandte Politik“.

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