Mindestens 230 Tote bei Kämpfen in Mogadischu

Mindestens 230 Menschen sind bei den seit zwei Wochen andauernden blutigen Gefechten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu getötet worden. Wegen der Kämpfe seien mehr als 20.000 Menschen bereits aus der Stadt geflohen, teilten heute Vertreter der Vereinten Nationen mit. Bei bewaffneten Zusammenstößen und Granatwerferüberfällen starben nach diesen Angaben allein in der Nacht auf heute mindestens sechs Menschen, weitere 25 wurden verletzt.

Milizen der radikalislamischen Al-Shabab-Bewegung, die Kontakte zum Terrornetz Al-Kaida haben sollen, führen seit August eine neue Offensive gegen Regierungseinheiten und die Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU), die in dem Krisenstaat stationiert sind. Die Rebellen erklärten, sie wollten den etwa 6.000 Soldaten der AU in Somalia den Todesstoß versetzen.