London: Pakistanischer Exil-Politiker ermordet

In London ist ein führender pakistanischer Exil-Politiker ermordet worden. Der 50-jährige Imran Faruk wurde nach Angaben eines Sprechers seiner Partei gestern vor seiner Wohnung in der britischen Hauptstadt niedergestochen und starb noch am Tatort.

Faruk war einer der Anführer einer in der pakistanischen Provinz Sindh und in der größten Stadt des Landes, Karachi, einflussreichen Partei. Er lebte seit vielen Jahren im britischen Asyl. Ein Mord an einem anderen Parteiführer im vergangenen Monat in Karachi hatte zu massiven Unruhen mit 45 Toten geführt. Die Regierung in Pakistan hatte die radikalislamistischen Taliban für die Tat verantwortlich gemacht.

Karachi lahmgelegt

Nach der Ermordung des Exil-Politikers in London kam das öffentliche Leben in der größten Stadt des südasiatischen Landes zum Erliegen. Die meisten Geschäfte und Schulen in Karachi wurden geschlossen. Auch der öffentliche Nahverkehr stand still, nachdem die in der Wirtschaftsmetropole dominierende Partei MQM eine zehntägige Trauerzeit für ihr Gründungsmitglied Imran Faruk ausrief.