Eierstockkrebs: Operation schützt genetisch belastete Frauen

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Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Betroffene, vor allem wenn sie sehr früh erkranken, weisen manchmal ein familiär auftretendes, genetisches Risiko auf. Das liegt an Mutationen im BRCA1- oder BRCA2-Gen, das auch die Häufigkeit von Eierstockkrebs deutlich erhöht.

In einer internationalen Studie, an der Wissenschaftler vom Brustgesundheitszentrum an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien maßgeblich beteiligt waren, konnte nun erstmals gezeigt werden, dass die prophylaktische Entfernung der Eierstöcke und/oder der Brust das Sterberisiko stark reduziert.

Prophylaktische Brust- oder Eierstockentfernung

Genetisch bedingter Brust- bzw. Eierstockkrebs kommt in manchen Familien gehäuft vor. Treten diese Erkrankungen vermehrt auf, können sich Frauen auf ein solches Risiko untersuchen lassen.

Seit einigen Jahren wird ihnen auch die Option einer prophylaktischen Entfernung von Eierstöcken und Eileitern und/oder die chirurgische Entfernung der Brust angeboten. Bisher allerdings war nicht genau bekannt, wie groß der prophylaktische Nutzen solcher Operationen wirklich ist.

Studie mit maßgeblicher Beteiligung aus Wien

Christian Singer von der Klinischen Abteilung für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie am Wiener AKH berichtet über die Ergebnisse der Studie, die in der Zeitschrift der amerikanischen Ärztegesellschaft (JAMA) veröffentlicht wurden: „Es zeigte sich, dass durch die Entfernung der Eierstöcke das Sterblichkeitsrisiko aus allen Ursachen bei den Frauen um 60 Prozent zurückging. Die Brustkrebssterblichkeit reduzierte sich um 66 Prozent, die Sterblichkeit durch ein Ovarialkarzinom um 80 Prozent.“

Eierstockkrebs gehört zu jenen bösartigen Erkrankungen, die oft erst zu spät erkannt werden und im Grunde schlecht behandelbar sind. Auch die prophylaktische Entfernung der Brust hatte einen Effekt: Bei diesen Frauen trat kein einziger Fall von Brustkrebs auf.