Kolumbien: Neuer Chef bei FARC-Rebellen

Fünf Tage nach der Tötung des Militärchefs der kolumbianischen FARC-Rebellen, Luis Suarez alias Mono Jojoy, durch das Militär hat die Guerilla einen Nachfolger ernannt. Den Posten von Jojoy im Führungsgremium der Rebellen, dem siebenköpfigen Sekretariat, habe Falix Munoz alias Pastor Alapa (51) übernommen, teilte die marxistische Rebellengruppe „Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) gestern mit.

Die FARC bekämpfen den Staat schon seit 1964. In der im Internet verbreiteten Mitteilung boten sie erneut Verhandlungen zur Beendigung des jahrzehntelangen Konflikts an. Von der Regierung diktierte Bedingungen seien jedoch inakzeptabel. Der konservative Präsident Juan Manuel Santos hatte die Freilassung aller Geiseln durch die FARC und ein Ende aller Anschläge zur Voraussetzung von Gesprächen gemacht.

Unterdessen wurde die bekannteste Vermittlerin zwischen Rebellen und Staat, die Senatorin Piedad Cordoba, von der Justiz ihres Mandates enthoben und zugleich für 18 Jahre von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen. Zur Begründung hieß es, sie habe illegale Kontakte zur FARC unterhalten.