Möglicherweise Nummer drei von Al-Kaida getötet

Im Kampf gegen Al-Kaida ist den Sicherheitskräften am Hindukusch offenbar ein Doppelschlag gelungen. Während die NATO gestern mitteilte, dass bei einem Luftangriff in Afghanistan ein hochrangiger Kommandant des Terrornetzwerks getötet worden sei, untersuchten pakistanische Behörden Berichte, wonach die Nummer drei von Al-Kaida bei einem Drohnenangriff des amerikanischen Geheimdienstes CIA ums Leben gekommen sei.

Ein Sprecher der NATO teilte am Mittwoch mit, dass bei einem Luftangriff im Osten Afghanistans mehrere Aufständische getötet wurden, darunter auch der Saudi-Araber Abdallah Umar al-Kuraischi. Kuraischi habe die Angriffe arabischer Kämpfer in den Grenzprovinzen Kunar und Nuristan koordiniert, hieß es.

Drohnenangriffe verdoppelt

In den pakistanischen Stammesgebieten soll eine von einer CIA-Drohne abgeschossene Rakete Scheikh Fateh al-Masri getötet haben. Al-Masri soll nach dessen Tod im Mai Mustafa al-Jasid als Nummer drei des Netzwerks beerbt haben. Pakistanische Sicherheitskräfte untersuchen nach eigenen Angaben den Fall.

Die USA sollen im September 21 Drohnenangriffe im Nordwesten Pakistans durchgeführt haben - doppelt so viele wie in jedem Monat zuvor. Einige der Angriffe hätten zum Ziel gehabt, die gegen Länder in Europa gerichteten Terrorpläne zu stören, hieß es aus Geheimdienstkreisen. Nach den vereitelten Anschlägen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland wurde die Sicherheitsstufe in den Ländern nicht erhöht. Rund um den Buckingham-Palast, Trafalgar Square und Big Ben war die Polizeipräsenz dennoch deutlich erhöht.