Ecuador: 46 Haftbefehle nach Meuterei von Polizei

In Ecuador hat die Staatsanwaltschaft wegen der Meuterei von Polizisten in der vergangenen Woche 46 Haftbefehle gegen Sicherheitsbeamte erlassen. Die Haftbefehle richteten sich gegen Polizisten, die an dem Aufstand gegen Staatschef Rafael Correa beteiligt gewesen sein sollen, sagte Innenminister Gustavo Jalkh heute auf einer Pressekonferenz. Aus Justizkreisen hieß es, die 46 Verdächtigen seien bereits festgenommen und befragt worden.

In dem südamerikanischen Land hatten am Donnerstag vergangener Woche zahlreiche Polizisten gegen die vom Parlament beschlossene Streichung von Gehaltszuschlägen protestiert. Sie besetzten Kasernen und Kommissariate, blockierten in der Hauptstadt Quito den Flughafen und stürmten das Parlamentsgebäude. Präsident Correa wurde stundenlang von wütenden Polizisten in einem Krankenhaus festgehalten und musste von der Armee befreit werden. Bei den Unruhen wurden zehn Menschen getötet und mehr als 270 verletzt.