Zapatero gründet Kommission zur Abschaffung der Todesstrafe

Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat eine internationale Kommission für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe ins Leben gerufen.

Das heute in Madrid gegründete Gremium wird vom früheren Generaldirektor der UNO-Kulturorganisation (UNESCO), Federico Mayor Zaragoza, geleitet. Es verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2015 in allen Ländern, in denen es noch die Todesstrafe gibt, ein Moratorium bei der Vollstreckung der Todesurteile zu erreichen.

„Die Todesstrafe ist keine Strafe, sondern ein Horror“, sagte Zapatero. Nach Angaben von Mayor Zaragoza wird die Todesstrafe weltweit noch in 58 Ländern angewendet. Zapatero bat die Kommission darum, sich möglichst bald um die Situation in Guatemala zu kümmern, wo die Todesstrafe vor zwei Jahren wieder eingeführt worden war.