US-Sicherheitsberater Jones tritt zurück

US-Präsident Barack Obama muss den Weggang eines weiteren engen Mitarbeiters hinnehmen: Der Nationale Sicherheitsberater James Jones zieht sich von seinem Posten zurück, wie zwei ranghohe Regierungsvertreter, die namentlich nicht genannt werden wollten, heute sagten.

Jones, der eine wesentliche Rolle bei der Ausarbeitung von Obamas neuer Afghanistan-Strategie übernommen hatte, wird demnach voraussichtlich zum Jahreswechsel das Weiße Haus verlassen.

Die Gründe für seinen Weggang nannten die Regierungsvertreter nicht. Es gibt jedoch Spekulationen, wonach Jones unzufrieden damit gewesen war, nicht als Mitglied des innersten Führungszirkels im Weißen Haus anerkannt gewesen zu sein. Ihm soll nun sein bisheriger Stellvertreter Tom Donilon nachfolgen.

Nicht erster Rücktritt

In den vergangenen Wochen waren mehrere Schlüsselfiguren aus Obamas engstem Beraterzirkel ausgeschieden. Sein bisheriger Stabschef Rahm Emanuel verkündete vor einer Woche seine Kandidatur für den Bürgermeisterposten in Chicago.

Die Wirtschaftsberater Larry Summers und Christina Romer kündigten ihre Rückkehr in den Universitätsbetrieb an. Obamas Haushaltsdirektor Peter Orzsag verließ das Weiße Haus mit Berufung auf private Gründe.