UNO: Tausende Vergewaltigungen im Kongo

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der UNO-Friedensmission MONUSCO im vergangenen Jahr bis zu 15.000 Menschen vergewaltigt worden. Der Chef der Friedensmission, Roger Meece, sprach gestern vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York von einem „enormen Ausmaß“ des Problems.

„In diesem riesigen Gebiet - größer als Afghanistan - ist es der MONUSCO nicht möglich, den vollständigen Schutz der Zivilbevölkerung sicherzustellen“, sagte Meece. Um dieses Ziel zu erreichen, seien eine weitaus größere Truppenstärke und bessere Ausrüstung nötig.

Im Juli und August war es im Osten des afrikanischen Landes zu Massenvergewaltigungen an Dorfbewohnern durch ruandische und kongolesische Milizen gekommen. In derselben Gegend werden die Menschen nach Angaben der UNO-Sondergesandten gegen sexuelle Gewalt in Konfliktregionen, Margot Wallström, nun erneut Opfer sexueller Gewalt. Laut Wallström gibt es Hinweise, dass es in der Region Walikale in der Provinz Nord-Kivu Vergewaltigungen, Morde und Plünderungen durch reguläre Truppen des Landes gebe.