MySpace verkauft Nutzerdaten an Werbekunden

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Das Soziale Netzwerk MySpace hat seinen Werbekunden Daten überlassen, mit denen diese einzelne Nutzerprofile identifizieren können. Das berichtete das „Wall Street Journal“. MySpace selbst sieht in dem Vorgehen kein Problem, schließlich erlaube man den Nutzern das Anlegen von Profilen unter Pseudonymen.

Übermittlung der letzten besuchten Website

Allerdings räumte das Unternehmen ein, dass Werbekunden neben der Nutzer-ID auch die letzte Seite mitgeteilt würde, auf der sich ein Surfer befand, bevor er ein Werbebanner angeklickt hat.

Das „Wall Street Journal“ stellte zudem fest, dass einige Zusatzprogramme für MySpace ebenfalls die Nutzer-ID, entgegen der Nutzungsbedingungen, mit Dritten teilen.

Reger Handel mit Nutzerdaten

In der vergangenen Woche hatte die Zeitung bereits Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, wonach alle Top-Ten-Facebook-Apps, einschließlich des beliebten Spiels „Farmville“ die IDs der Nutzer an außenstehende Unternehmen weiterleiteten.

Zwar betonten die Betreiber der Sozialen Netzwerke, dass allein die User-ID noch nicht ausreiche, um private Informationen der Nutzer einzusehen, doch das „Wall Street Journal“ stieß auf das Beispiel einer Firma, die die Nutzer-IDs mit seiner eigenen Datenbank mit Informationen über Internetznutzer koppelte und diese Datensätze an weitere Unternehmen verkaufte.