Nobelpreisträger fordern Freilassung von Liu

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15 Friedensnobelpreisträger haben die Freilassung des in diesem Jahr geehrten Dissidenten Liu Xiaobo aus der Haft in China gefordert. Der Brief sei auf Initiative des südafrikanischen Erzbischofs Desmond Tutu an die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten verschickt worden, wie die US-Menschenrechtsorganisation „Freedom Now“ gestern in New York mitteilte.

In dem Brief werden die Staatsführer aufgefordert, bei Chinas Präsident Hu Jintao auf eine Freilassung Lius und seiner Ehefrau zu drängen.

Von Tutu bis Walesa

Der chinesische Schriftsteller war im vergangenen Jahr wegen „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“ zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Seine Frau steht unter Hausarrest. Anfang Oktober war Liu der Friedensnobelpreis zuerkannt worden.

Zu den Unterzeichnern gehören neben Tutu (Friedensnobelpreis 1984) Ex-US-Präsident Jimmy Carter (2002), der Dalai Lama (1989), der frühere polnische Gewerkschaftsführer Lech Walesa (1983), der Schriftsteller Elie Wiesel (1986) und die guatemaltekische Menschenrechtsaktivistin Rigoberta Menchu Tum (1992).