Datenleck bei Hypo-Kunden

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Seit mehreren Wochen können auf einer kroatischen Internetadresse Daten von Hunderten Kreditkunden der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) eingesehen werden. Gestern wurde das Leck auch in Österreich publik. Hypo-Sprecher Dominic Köfner betont dazu, dass die Daten nicht aus der Bank stammen, sondern aus einem im Auftrag der Bank erstellten Risikogutachten von PriceWaterhouse Coopers.

Dieses Gutachten hätten 30 Personen als Hartkopie bekommen, einer habe es wohl eingescannt und dem Betreiber der kroatischen Internetseite zugespielt.

Die Bank will nun juristisch gegen die „ominöse“ Internetplattform bzw. den Betreiber der Plattform vorgehen. Wer dahintersteckt, wisse er nicht, sagte Köfner. Aber seine kroatischen Kollegen würden es wissen.

Verletzung des Bankgeheimnisses

Für die Hypo ist das Datenleck eine Katastrophe, da es sich um eine Verletzung des Bankgeheimnisses handelt. Auf 150 Seiten werden Details wie Kundennamen, Kredithöhen und Sicherheiten, das alles gruppiert nach Ländern, in denen die Hypo tätig ist oder war, aufgelistet. Laut dem Hypo-Sprecher lassen die Daten keine aktuellen Rückschlüsse auf Kunden zu, da es sich um Informationen aus dem Jahr 2009 handle. „Wir können garantieren, dass aktuelle Kundenbeziehungen vertraulich sind“, so Köfner.