Heinisch-Hosek: Studiendauer bei Beihilfe miteinbeziehen

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) schlägt in der Debatte über nachträgliche Veränderungen beim Sparpaket vor, dass bei der Auszahlung der Familienbeihilfe für Studenten nicht nur Präsenz- und Zivildienst sowie der Mutterschutz angerechnet werden sollen.

Die Ressortchefin will auch die Studiendauer einbeziehen. Außerdem schlägt sie im „Kurier“ (Dienstag-Ausgabe) vor, dass man berücksichtigen sollte, ob jemand mit 18 oder 19 Jahren maturierte. „Manchmal ist es nicht möglich, mit 24 das Studium zu beenden. Das muss man berücksichtigen“, so die Ministerin.

Vieles „nicht bedacht“

Bei den Studierenden habe man nicht bedacht, „dass auch noch viele andere Maßnahmen mitwirken, wenn man die Familienbeihilfe für 24- bis 26-jährige Menschen streicht“, sagte Heinisch-Hosek im „Standard“ (Dienstag-Ausgabe). Man müsse „kreativ nachdenken, allerdings ohne dass wir den Finanzrahmen noch einmal aufmachen“.

Zuletzt hatte ja bereits Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) erklärt, man werde bei jenen rund 8.000 Studierenden, denen bei Streichung der Familienbeihilfe auch die Kürzung der Studienbeihilfe gedroht hätte, nachbessern.

Zu anderen Sparmaßnahmen wie etwa der Streichung des Mehrkindzuschlags ab dem dritten Kind steht Heinisch-Hosek aber. „Das halte ich für vertretbar“, sagte sie im „Kurier“. Auch die Änderung bei der 13. Familienbeihilfe hält sie für „zumutbar“.