Nach Wahl: Zehntausende in Burma auf der Flucht

Angesichts der Gewaltausbrüche nach der Wahl in Burma sind Zehntausende Menschen über die Grenze nach Thailand geflüchtet. Das sagte heute der Gouverneur der thailändischen Provinz Tak, Samart Loyfah, der Nachrichtenagentur AFP.

Die Menschen hätten mit Booten den Grenzfluss überquert, aus Burma seien immer noch Granatenexplosionen zu hören. Armee und Rebellen im Osten Burmas lieferten einander offenbar immer noch heftige Gefechte.

Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Angaben eines burmesischen Regierungsvertreters drei Zivilisten getötet. Bei dem Angriff von Rebellen der ethnischen Minderheit der Karen auf die Stadt Myawaddy nahe der Grenze zu Thailand seien zudem mindestens elf Menschen verletzt worden. Die Karen-Rebellen kämpfen bereits seit sechs Jahrzehnten gegen die Regierung.

Video dazu in iptv.ORF.at

Ex-Generäle als Wahlgewinner

Bei der international kritisierten Wahl haben mehrere Ex-Generäle laut Agenturberichten Mandate gewonnen. Sie waren bei dieser ersten Wahl in dem südostasiatischen Land seit 20 Jahren für die vom Militär gegründete Partei USDP angetreten.

Wann die genauen Ergebnisse der Wahl verkündet werden, ist derzeit allerdings noch unklar. Die Junta schottete das ohnehin isolierte Land zur Wahl systematisch von der Weltöffentlichkeit ab und ließ weder Wahlbeobachter noch Journalisten aus dem Ausland zu.