Staatsfernsehen: Junta-Partei bei Wahl in Burma klar voran

Vier Tage nach der Parlamentswahl in Burma hat das Staatsfernsehen der Militärdiktatur erste Teilergebnisse der vom Westen kritisierten Abstimmung verkündet.

Die Union der Solidarität und Entwicklung (USDP) liege klar in Führung, berichtete das Staatsfernsehen gestern unter Berufung auf die bisher ausgezählten Stimmen. Demnach errang die Partei der Militärjunta im Unterhaus 187 der bisher 219 verteilten Mandate. Zu vergeben sind in der Parlamentskammer insgesamt 329 Sitze.

Im Oberhaus mit insgesamt 168 Abgeordneten entfielen auf die USDP 95 der 107 bisher ausgezählten Mandate. Auch bei der Wahl zu neuen Regionalversammlungen lag die Partei demnach vorn.

Keine offiziellen Stellungnahmen

Von der Junta oder den Wahlbehörden gab es bisher keine offizielle Stellungnahme zum Urnengang vom Sonntag. Ein Funktionär der USDP erklärte seine Partei jedoch am Dienstag bereits zum Wahlsieger.

Da keine unabhängigen Beobachter oder ausländische Journalisten zu der Wahl zugelassen waren, sprachen zahlreiche westliche Staaten schon im Vorfeld von einer Farce.