Trotz WikiLeaks: Jemen bestreitet US-Militäraktionen

Der Jemen bestreitet auch noch nach der Veröffentlichung der US-Diplomatenberichte durch WikiLeaks, dass das amerikanische Militär in dem arabischen Land Jagd auf Al-Kaida-Terroristen macht.

Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi sagte in einem heute veröffentlichten Interview mit der arabischen Zeitung „Al-Schark Al-Awsat“, die USA leisteten im Anti-Terror-Kampf nur logistische und materielle Unterstützung. „Das sind unsere Kampfflugzeuge, die da kreisen“, betonte er.

In einem von der Internetplattform WikiLeaks veröffentlichten Protokoll eines Gespräches zwischen einem US-Kommandanten und Präsident Ali Abdullah Salih geht hervor, dass die jemenitische Führung wider besseres Wissen behauptet, ihre eigene Armee habe Verstecke mutmaßlicher Terroristen bombardiert, und nicht die Amerikaner.

Interpol fahndet nach WikiLeaks-Gründer

Der in Schweden wegen Vergewaltigungsverdachts gesuchte WikiLeaks-Gründer Julian Assange steht mittlerweile auch auf der Fahndungsliste von Interpol. Eine entsprechende „Red Notice“, eine Art Steckbrief des 39-Jährigen, veröffentlichte die internationale Polizeibehörde am Dienstag auf ihrer Website.

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