Elfenbeinküste: Quattaras Wahlsieg aberkannt

Das Verfassungsgericht im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste hat Oppositionskandidat Alassane Ouattara den Wahlsieg aberkannt. Stattdessen erklärte das Gericht Amtsinhaber Laurent Gbagbo zum Sieger der Präsidentenwahl. Das berichtete der britische Sender BBC heute.

Das Gericht hatte am Vortag die Bekanntgabe von Ouattaras Sieg durch die Wahlkommission angefochten. Nach Angaben der Wahlkommission hatte sich Ouattara mit 54 Prozent der Stimmen gegen Gbagbo durchgesetzt.

Angesichts wachsender Spannungen schloss die Armee alle Grenzen des Landes. Ausländische Nachrichtensender konnten nicht mehr empfangen werden. Zuvor hatten die USA die zerstrittenen Parteien aufgefordert, den Sieg Ouattaras bei der Stichwahl am Sonntag anzuerkennen. Der frühere Regierungschef wird vor allem in den ehemaligen Rebellengebieten im Norden unterstützt.