Bischof Kräutler erhielt Alternativen Nobelpreis

Der aus Vorarlberg stammende Bischof der brasilianischen Amazonas-Diözese Xingu, Erwin Kräutler, hat gestern einen der diesjährigen Alternativen Nobelpreise (Right Livelihood Awards) erhalten. In seiner Rede anlässlich der Überreichung im Schwedischen Reichstag in Stockholm zog der 71-jährige Preisträger ein Resümee über seinen mittlerweile 45 Jahre dauernden Kampf gegen die ökologische und soziale Zerstörung des Amazonas-Gebietes.

Kräutler schilderte die Bedrohung des Amazonas durch verschiedene Energie- und Industrieprojekte dabei in dramatischen Worten: In Bezug auf die Bewohner seiner Diözese, insbesondere die indigene Bevölkerung, sagte Kräutler: „Diese Menschen wissen sehr genau, dass sie nicht überleben werden, wenn Amazonien weiterhin verachtet und vernichtet wird. Und sie wissen, dass dem Planeten Erde durch diese Zerstörung unumkehrbare Folgen entstehen werden. Dies wird die wahre Apokalypse sein.“

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Proteste in Wien

Der Bischof sagte, er nehme den Preis im Namen all seiner Mitstreiter und der einheimischen Bevölkerung in Amazonien entgegen. Er erinnerte außerdem an jene „Dutzenden Menschen, die ihr Leben hingegeben haben, deren Blut vergossen wurde, die brutal ermordet wurden, weil sie sich der systematischen Zerstörung Amazoniens widersetzt haben“.

Anlässlich der Verleihung an Bischof Kräutler protestierten „Welthaus Wien“ und die Dreikönigsaktion (DKA), Hilfswerk der Katholischen Jungschar, vor der Wiener Niederlassung der Grazer „Andritz AG“ in Wien-Meidling gegen die Beteiligung der Firma am Staudamm-Projekt Belo Monte in Brasilien.

Mehr dazu in wien.ORF.at