Regen in Kolumbien: Katastrophenalarm und Notstand

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Angesichts der heftigsten Regenfälle seit 40 Jahren hat die kolumbianische Regierung gestern (Ortszeit) Katastrophenalarm ausgelöst. Zugleich wurde der wirtschaftliche, soziale und ökologische Notstand ausgerufen.

Damit sollen die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, den bis zu zwei Millionen Menschen zu helfen, die durch die seit Oktober andauernden schweren Niederschläge geschädigt wurden, sagte Präsident Juan Manuel Santos in einer landesweit übertragenen Rundfunkansprache.

Hunderttausende Familien auf Notunterkunft angewiesen

Bisher wurden 206 Tote, 246 Verletzte und 119 Vermisste infolge von Hochwasser und Erdrutschen gezählt. 330.000 Familien seien auf Notunterkünfte und Lebensmittelhilfen angewiesen. Mehr als 2.000 Häuser wurden völlig zerstört, an 275.000 Gebäuden entstanden Schäden. Auch das Straßennetz, die Stromversorgung und andere Infrastruktureinrichtungen sowie die Landwirtschaft wurden in Mitleidenschaft gezogen.