UNO-Sicherheitsrat schaltet sich in Elfenbeinküste-Krise ein

Nach dem umstrittenen Ausgang der Präsidentenwahl in der Elfenbeinküste hat sich nun auch der UNO-Sicherheitsrat hinter Oppositionsführer Alassane Ouattara gestellt.

Nachdem bereits der Block westafrikanischer Staaten den Herausforderer als Präsidenten anerkannt hatte, riefen die Mitglieder des höchsten UNO-Gremiums in einer gestern verabschiedeten Erklärung alle Seiten auf, das offizielle Wahlergebnis anzuerkennen.

Zugleich drohte der Sicherheitsrat indirekt mit Sanktionen, sollte der Frieden im Land gefährdet oder die UNO-Projekte im Land beeinträchtigt werden.

Damit stärkte der UNO-Sicherheitsrat Ouattara, der von der Wahlkommission der Elfenbeinküste ursprünglich zum Sieger erklärt worden war. Der Verfassungsrat, dessen Vorsitzender ein Vertrauter von Amtsinhaber Laurent Gbagbo ist, ließ daraufhin zahlreiche Stimmen für ungültig erklären und bezeichnete schließlich Gbagbo als Gewinner. Der Präsident kontrolliert weiterhin die Armee des Landes und hat Rufe nach seinem Rücktritt als Einmischung in die inneren Angelegenheiten zurückgewiesen.