Türkei: 200 Offiziere wegen Putschvorwürfen vor Gericht

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Rund 200 aktive und pensionierte türkische Militäroffiziere müssen sich am Donnerstag wegen Putschvorwürfen vor Gericht verantworten. Die Verdächtigen, darunter viele Generäle, sollen im Jahr 2003 im Zuge der Operation „Vorschlaghammer“ geplant haben, für chaotische Zustände zu sorgen, um dem Militär die Machtübernahme zu sichern. Bis zur für Donnerstag anberaumten Gerichtsverhandlung in der Nähe Istanbuls bleiben sie auf freiem Fuß.

Wegen eines ähnlichen Falls wurden bereits mehr als 400 weitere Angeklagte vor Gericht gestellt, darunter mehrere Soldaten. Kritiker haben erklärt, die Anschuldigungen seien durch fadenscheinige Beweise und illegale Abhörmethoden zustandegekommen. Die Regierung wies Behauptungen, wonach die Gerichtsverfahren konstruiert gewesen seien, um politische Gegner mundtot zu machen, zurück.