Stockholm-Attentat: Offenbar zweite Stimme auf Warnbotschaft

Nach dem Selbstmordanschlag in Stockholm gehen die Ermittler Medienberichten zufolge mehreren Hinweisen auf mögliche Komplizen und Unterstützer nach.

Der Sender TV4 beauftragte einen Tontechniker mit der Auswertung einer Audiobotschaft, die der Attentäter am Samstag vergangener Woche aufgenommen hatte und dem Polizeigeheimdienst SÄPO sowie der schwedischen Nachrichtenagentur TT kurz vor dem Anschlag zukommen ließ.

Der Experte Johan Öhgren fand heraus, dass auf der Aufnahme mindestens zwei Menschen zu hören seien. „Es ist nicht möglich zu sprechen, während man einatmet“, führte Öhgren aus. Es sei deutlich zu hören, „dass jemand anderes im Raum ist“.

Verbindung zu Hassprediger?

Die schwedische Polizei gab dazu bisher keine Stellungnahme ab. Die Zeitung „Expressen“ (Donnerstag-Ausgabe) berichtet, die SÄPO habe mit der Auswertung von Überwachungsvideos einer Tankstelle im südschwedischen Tranaas begonnen, wo der mutmaßliche Attentäter aufgewachsen war.

Die Zeitung „Svenska Dagbladet“ (Donnerstag-Ausgabe) berichtete unterdessen unter Berufung auf Ermittlungskreise, dass die britische Polizei eine Verbindung zwischen dem irakischen Attentäter von Stockholm und dem radikalislamischen Prediger Abu Hamza prüfe.