Klimagipfel in Kopenhagen: Festnahmen waren illegal

Ein dänisches Gericht hat die Festnahmen von 250 Demonstranten beim Klimagipfel in Kopenhagen vor einem Jahr für rechtswidrig erklärt.

Das Kopenhagener Stadtgericht verurteilte die Polizei heute dazu, den Betroffenen eine Entschädigung zu zahlen. Insgesamt hatte die Polizei während der Proteste am Rande des Klimagipfels im Dezember 2009 rund 1.900 Menschen festgenommen.

Von den 250 Festgenommen, die Klage eingereicht hatten, sollen 178 nun eine Entschädigung in Höhe von 9.000 Kronen (1.200 Euro) erhalten. Sie gehörten bei einer Protestveranstaltung am 12. Dezember 2009 zu 905 Menschen, die in Gewahrsam genommen wurden, nachdem vermummte Demonstranten begonnen hatten, die Polizei mit Steinen zu bewerfen.

Das Gericht urteilte nun, dass es keinen Beweis dafür gebe, dass die Kläger zu den Randalierern gehörten. Mit der Freiheitsberaubung habe die Polizei gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen.