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WikiLeaks und das Ende der Geheimdiplomatie

Der kulturkämpferische Gestus von WikiLeaks sollte mit einem nüchterneren geschichtlichen Blick analysiert werden, empfiehlt der Historiker Karl Schlögel. Die Veröffentlichung „geheimer“ Botschaftsmitteilungen durch WikiLeaks spiele sich auf einem schmalen Grat ab. Auf der einen Seite gelte es, Diskretion zu wahren, was wesentlich sei für das Auskommen von Staaten. Auf der anderen Seite gebe es einen relevanten Kampf gegen die Geheimdiplomatie. Allerdings, so erinnert Schlögel: Die Avantgarde sei WikiLeaks nicht. Bereits mit Ende des Ersten Weltkriegs sei der Geheimdiplomatie radikal der Kampf angesagt worden.

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