Nach Tadel: Kohlmaier gibt päpstlichen Orden zurück

Nach einer vatikanischen Rüge hat der ehemalige ÖVP-Politiker und Ex-Volksanwalt Herbert Kohlmaier, der mit der Forderung nach einer Beteiligung der Kirchenbasis an Bischofsbestellungen hervorgetreten ist, den ihm vor 16 Jahren verliehenen päpstlichen Gregorius-Orden demonstrativ zurückgegeben.

Er betrachte es als seine „Pflicht als Christ und Katholik, mit vielen Gleichgesinnten energisch gegen gravierende Fehlentwicklungen bei der Leitung unserer Kirche aufzutreten“, betonte der vormalige ÖVP-Generalsekretär und ÖAAB-Chef in einem gestern der APA übermittelten Antwortschreiben an Erzbischof Fernando Filoni.

Vatikan fordert „Respekt“

Der Substitut des vatikanischen Staatssekretariats hatte darauf hingewiesen, dass die hohe kirchliche Auszeichnung „Respekt und Wohlwollen gegenüber dem Nachfolger Petri und dem Apostolischen Stuhl erwarten lässt“, und von Kohlmaier eine „Erklärung“ für sein Verhalten verlangt.

Der ehemalige Volksanwalt und andere hierarchiekritische Laienaktivisten waren auf einer Medienkonferenz mit der Drohung an die Öffentlichkeit zu treten, dass sie zum „Ignorieren ungültig ernannter Bischöfe“ aufrufen würden.