Ende des politischen Stillstands im Irak naht

Im Irak zeichnet sich ein baldiges Ende des politischen Stillstandes ab. Der Sieger der Parlamentswahl im Irak, Ijad Allawi, will der Regierung des amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki beitreten.

Er übernehme den Vorsitz des neu geschaffenen Rats für politische Strategie, kündigte Allawi heute nach einem wochenlangen politischen Zickzackkurs an. Damit ist eine weitere Hürde auf dem Weg zu einer neuen Regierung beseitigt. Es wird erwartet, dass Maliki sein Kabinett morgen vorstellt.

Durchbruch im November

Im März war im Irak gewählt worden. Dabei hatte Allawis säkulares Bündnis die Parlamentswahl laut amtlicher Angaben mit zwei Stimmen Mehrheit gewonnen. Monatelang konnten sich die Politiker jedoch nicht auf eine Regierung einigen, das Machtvakuum kam Aufständischen zu Gute und führte zu Unruhen.

Erst im November gelang ein Durchbruch. Demnach sind nun neben den Parteien beziehungsweise Bündnissen von Maliki und Allawi auch die kurdische Minderheit in der Regierung vertreten.