Prozess: SAP muss Oracle weitere 16,5 Millionen Dollar zahlen

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Der deutsche Softwarekonzern SAP muss im Gerichtsstreit mit seinem US-Konkurrenten Oracle um den Diebstahl von Software Zinsen zahlen. Ein US-Bezirksgericht nannte gestern keinen Betrag, folgte jedoch bei der Berechnung dem Vorschlag des deutschen Konzerns. SAP nannte Kosten von rund 16,5 Millionen Dollar (12,5 Mio. Euro). Oracle hatte mehr als 211 Millionen Dollar (160 Mio. Euro) gefordert.

SAP begrüßte die Entscheidung der Richterin, der Formel zur Berechnung zu folgen. Das habe den zu zahlenden Betrag dramatisch gesenkt, teilte das Unternehmen mit. Oracle wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Teurer Softwarediebstahl

Ein Gericht in Oakland hatte SAP Ende November der Verletzung von Oracle-Urheberrechten für schuldig befunden und Schadenersatz von 1,3 Milliarden Dollar (985 Mio. Euro) für angemessen erachtet.

Eine inzwischen liquidierte US-Tochter von SAP hatte in den vergangenen Jahren unerlaubterweise Software von Oracle-Rechnern heruntergeladen. SAP hat für diese Urheberrechtsverstöße die Verantwortung übernommen.