Chodorkowski bis 2017 in Haft

Der frühere russische Ölmagnat und Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski ist heute zu insgesamt 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Sein Geschäftspartner Platon Lebedew erhielt dasselbe Strafausmaß. Die beiden sitzen bereits wegen Betrugs und Steuerhinterziehung seit sieben Jahren in Haft und wären im kommenden Jahr freigekommen - in der ZIB2 ein Bericht von ORF-Korrespondenten in Moskau mit den ersten Reaktionen darauf.

Elfenbeinküste: Angst vor Bürgerkrieg wächst

Im Machtkampf in der Elfenbeinküste wächst die Angst vor einem Bürgerkrieg. Sein Land stehe „kurz vor einem Völkermord“, warnt der neue UNO-Botschafter des Landes in New York. Die Anhänger des - trotz Wahlniederlage - im Amt verbliebenen Präsidenten Laurant Gbagbo drohen das Hauptquartier des international anerkannten Wahlsieges Alassane Ouattara zu stürmen, das von UNO-Soldaten bewacht wird. Die UNO wirft Gbagbo vor, den Hass auf die Blauhelme aufzustacheln.

Pühringer will Ausbildungspflicht bis 18

Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) will eine Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr. Damit sollen jene aufgefangen werden, die nach der Pflichtschule weder eine Schule noch eine Lehre besuchen und somit auch aus dem Sozialsystem fallen. Doch wen betrifft das überhaupt, und was sagen Experten zum dem Vorstoß?

Anti-Raucher-Gesetz

Darf ein Musiker auf der Bühne rauchen? Manchmal schon, denn grundsätzlich ist zwar der Konzertsaal rauchfrei zu halten, doch wenn es das Kunstwerk erfordert, ist Rauchen wieder erlaubt. Ein Wiener Konzertveranstalter weigert sich, eine Strafe zu zahlen, weil einer seiner Musiker auf der Bühne geraucht hat.

Auch sonst wird in Österreich trotz neuen Tabakgesetzes noch geraucht. So sehen es zumindest die „Rauchersheriffs“, die beinhart Anzeigen erstatten. Die Gastronomen versichern, das Gesetz werde streng eingehalten, die meisten Wirte hätten eigene getrennte Bereiche für Raucher und Nichtraucher. Doch mancher Wirt zahlt lieber die Strafen als den Umbau.

Franz Welser-Möst im Interview

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist ein Verkaufsschlager, selbst die Proben sind restlos ausverkauft. Über 100.000 Anfragen langen jedes Jahr im Kartenbüro des Orchesters ein, doch der Musikvereinssaal hat nur knapp 2.000 Plätze. In mehr als 70 Ländern wird das Konzert ausgestrahlt, weltweit sehen rund 50 Millionen Zuschauer die Bilder aus Österreich - unbezahlbare Werbung für den heimischen Tourismus. Dazu live im ZIB2-Studio: der Dirigent Franz Welser-Möst, mit dem heuer erstmals seit acht Jahren wieder ein heimischer Dirigent am Pult des Neujahrskonzerts steht.

Luxus aus Paris

Nach einem schwächeren Jahr durch die Wirtschaftskrise boomt die Luxusindustrie wieder. In Paris haben im Dezember manche Geschäfte heuer früher geschlossen, weil ihnen - zumindest offiziell - die Waren auszugehen drohten. Vielleicht war das nur eine Werbestrategie - aber wenn, dann wohl eine gute, denn vor vielen Geschäften gab es Warteschlangen.

ZIB2 mit Lou Lorenz-Dittlbacher, 22.00 Uhr, ORF2

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