Vier Tote bei Bombenanschlag auf Kaserne in Nigeria

In Nigeria sind bei einer Explosion der Polizei zufolge mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 13 Personen seien bei der Detonation auf einem Marktplatz in der Hauptstadt Abuja verletzt worden, sagte ein Sprecher gestern. Der Platz auf dem Gelände einer Kaserne gilt als beliebter Treffpunkt. Zuvor hatten Ärzte und Militärvertreter von elf Toten berichtet. Das Fernsehen hatte anfänglich sogar von 30 Toten gesprochen.

Präsident Goodluck Jonathan sprach von einem Bombenanschlag und machte eine Islamistengruppe für die Tat verantwortlich. Der „außerordentlich böse“ Anschlag sei „eine neue und gefährliche Herausforderung für unseren Frieden und unsere Stabilität“.

Der Anschlag ereignete sich am frühen Abend, als viele Menschen ihre Silvesterfeier auf dem „Mammy Market“ in der Abacha-Kaserne begonnen hatten. Gewalttätige Ausschreitungen haben in Nigeria zuletzt zugenommen. Armeechef Oluseyi Petirin verglich das Attentat mit den Explosionen in der zentralnigerianischen Stadt Jos am Weihnachtsabend, bei denen Dutzende Menschen getötet und verletzt wurden. Eine radikale Sekte, die das islamische Recht einführen will, bekannte sich zu den Angriffen. Die nigerianische Bevölkerung besteht je zur Hälfte aus Christen und Muslimen.