Athen plant Bau eines Grenzzauns zur Türkei

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Als Maßnahme gegen illegale Einwanderung plant Griechenland einen Grenzzaun entlang des größten Teils der 206 Kilometer langen Grenze zur Türkei. Das sagte der griechische Minister für Bürgerschutz, Christos Papoutsis, heute der griechischen Nachrichtenagentur ANA.

„Die Kooperation mit den Grenzschützern aus anderen EU-Staaten läuft gut“, sagte Papoutsis. „Jetzt planen wir einen Zaun zu bauen, um die illegale Migration abzuwehren.“ Als Vorbild soll der Zaun gelten, den die USA entlang der Grenze zu Mexiko errichtet haben. Unklar blieb die Haltung der EU-Kommission dazu. Die EU führt Beitrittsgespräche mit der Türkei.

Die griechisch-türkische Grenze führt durch Flachland am Fluss Evros (türkisch: Meric) und dem Flussdelta entlang. Griechenland hatte vor zwei Monaten unter dem Druck der immer mehr zunehmenden Migrationswelle die Hilfe der EU-Grenzagentur Frontex angefordert. Seit November arbeiten dort zusammen mit den Griechen rund 200 Beamte der Frontex. Im Jahre 2010 kamen nach Angaben des Ministers „täglich rund 200 Flüchtlinge“ aus der Türkei.