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Obama erschüttert

Bei dem Anschlag auf die US-Politikerin Gabrielle Giffords in Arizona handelt es sich nach den Worten von Präsident Barack Obama um eine „unbeschreibliche Tragödie“. Eine solche „sinnlose und schreckliche Gewalttat hat in einer freien Gesellschaft keinen Platz“, sagte Obama in einer schriftlichen Stellungnahme.

Obama rief die Nation zum Gebet für die Toten und Verletzten sowie deren Angehörige auf. Er bezeichnete Giffords als „Freundin“. Sie sei warmherzig und bei ihren Kollegen und den Wählern daheim in ihrem Bezirk gleichermaßen beliebt. „Das ist eine Tragödie für Arizona und für unser ganzes Land“, sagte der Präsident, als er schließlich im Weißen Haus vor die Mikrofone trat.

Auch der neu gewählte Präsident des Abgeordnetenhauses, der Republikaner John Boehner, äußerte sich erschüttert. Gewalt habe in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz. Boehners demokratische Vorgängerin Nancy Pelosi sprach von einem „traurigen Tag für unser Land“. Scharf verurteilt wurde die Tat auch von US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano.

Palin sprach Opfern ihr Beileid aus

In Sarah Palin hat auch die Galionsfigur der Ultrakonservativen den Opfern und den Angehörigen der schwer verletzten Gabrielle Giffords ihr Beileid ausgesprochen. Vor den Wahlen im vergangenen November hatte die Frontfrau der erzkonservativen „Tea-Party“-Bewegung Giffords’ Mandat als eines der wichtigsten „Ziele“ bezeichnet. Als Grund nannte sie die Unterstützung der Demokratin für die Gesundheitsreform.

Giffords machte damals darauf aufmerksam, ihr Wahlbezirk sei auf Palins Website auch tatsächlich mit Fadenkreuz abgebildet. „Wenn Menschen das tun, müssen sie begreifen, dass es für diese Handlung Konsequenzen gibt“, hatte Giffords in einem Interview des Senders MSNBC erklärt. Die Darstellung findet sich seit dem Attentat nicht mehr auf Palins Webpräsenz.

Erfolgreiche Wiederwahl

Giffords ist innerhalb der demokratischen Partei keiner klaren Linie zuzuordnen. So tritt sie im Widerspruch zu vielen Parteifreunden für das Privatrecht auf Schusswaffen ein und verteidigt strenge Grenzkontrollen in ihrem an Mexiko grenzenden Heimatstaat. Giffords widmet sich unter anderem der Einwanderungspolitik, der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama sowie den alternativen Energien. Zudem gilt sie als Befürworterin der embryonalen Stammzellenforschung.

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