„Band of Brothers“: Weltkriegsveteran Winters gestorben

Major Richard Winters, weltbekannt geworden durch die Kriegsserie „Band of Brothers“, ist tot. Der frühere Offizier starb bereits am 2. Jänner im Alter von 92 Jahren, wie die Zeitungen seines Heimatortes Hershey bei Lancaster in Pennsylvania gestern berichteten. „Dick“ Winters hatte 1944 an der Landung der Alliierten in der Normandie teilgenommen und seine „Easy“-Company bis zum Kriegsende geführt.

Zuerst hatte ihn das auf seinen Erinnerungen beruhende Buch „Band of Brothers“ in der englischsprachigen Welt bekanntgemacht. Durch die von Tom Hanks und Steven Spielberg produzierte Mini-TV-Serie, in der er von Damian Lewis gespielt wurde, wurde er 2001 weltberühmt.

„Fühle mich nicht als Held“

Noch als Hauptmann war der Fallschirmjäger über der Normandie abgesprungen. Unter schweren Verlusten kämpfte sich seine Einheit bis nach Bayern vor. Eine seiner der letzten Aktionen im Krieg war die Einnahme von Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg. Von seiner Kompanie leben noch 36 Männer, der älteste ist 94.

„Sie werden von den Soldaten, die unter ihnen gedient haben, immer geliebt und nie vergessen werden“, zitieren Zeitungen jetzt aus einem Brief, den ein Soldat 1945 an Winters schrieb. „Ich würde Ihnen in die Hölle folgen.“ Winters selbst hatte sich nie als Einzelkämpfer sehen wollen. „Ich fühle mich nicht als Held“, hatte er noch 2008 der dpa gesagt, „aber ich habe in einer Kompanie von Helden gedient“.