Barroso plädiert für Ausweitung des Euro-Rettungsschirms

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EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso hat sich für eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms zur Unterstützung schwächelnder Euro-Länder ausgesprochen.

„Die EU-Kommission sagt ganz klar, dass die externen Finanzierungskapazitäten gestärkt werden müssen“, sagte Barroso gestern bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Die Aktivitätenpalette der European Financial Stability Facility (EFSF) sollte erweitert werden, sagte er.

Konsens spätestens im Februar erwartet

Spätestens beim nächsten EU-Gipfel Anfang Februar könnte es dazu einen Konsens der europäischen Staats- und Regierungschefs geben, sagte der EU-Kommissionspräsident.

Bisher hat Irland Hilfen aus dem Fonds in Anspruch genommen. Der auf drei Jahre befristete Garantierahmen der Euro-Staaten umfasste ursprünglich 440 Mrd. Euro. Doch um von den Ratingagenturen die Bestnote „AAA“ zu erhalten, mussten einige Bedingungen erfüllt werden, die das verfügbare Kreditvolumen nach Angaben aus den Kreisen auf etwa 250 Mrd. Euro reduzierten.

Frankreich lehnt Vorstoß ab

Frankreich lehnt den EU-Vorschlag zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms ab. „Der Rettungsschirm ist groß genug, um auf die Bedürfnisse zu reagieren“, sagte Regierungssprecher Francois Baroin. „Wir denken, dass er auf Dauer angelegt ist und groß genug, um auf die Bedürfnisse des einen oder anderen Landes zu reagieren.“