Sarkozy macht Islam zum Wahlkampfthema

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Die Konkurrenzfähigkeit Frankreichs, die soziale Gerechtigkeit und die Ausübung der religiösen Kulte in der laizistischen Republik mit besonderem Augenmerk auf den Islam sind die zentralen Themen der französischen konservativen Regierungspartei Union für eine Volksbewegung (UMP) von Präsident Nicolas Sarkozy in Hinblick auf die Präsidenten- und Parlamentswahlen im nächsten Jahr.

Das gab UMP-Generalsekretär Jean-Francois Cope gestern bei einer Pressekonferenz in Paris bekannt.

„Wir haben festgestellt, dass diese großen Debatten in Frankreich stets eines dieser drei Themen betreffen“, sagte Cope und fügte hinzu: „Es ist nicht Marine Le Pen (Chefin der rechtsextremen Front Nationale, Anm.), die uns das Thema der Religion aufzwingt, die Frage der Religion in der Öffentlichkeit ist allgegenwärtig.“

„Antwort an Front National“

Als Beispiel dafür nannte der Parteichef die vehemente Debatte zum Verbot des islamischen Vollkörperschleiers in Frankreich, das im Vorjahr im Parlament genehmigt worden war. Cope erinnerte unter anderem daran, dass er sich damals als UMP-Fraktionschef für das Verbot ausgesprochen hatte, der damalige FN-Chef Jean-Marie Le Pen jedoch dagegen.

Die Wahl des Religionsthemas stelle „eine erste Antwort an die Front National“ dar, betonte der Abgeordnete Marc-Philippe Daubresse, der mit der Ausarbeitung einer Strategie zur Bekämpfung der FN und der Sozialisten (PS) beauftragt ist. „Marine Le Pen ist gut im Angriff, aber schlecht in der Verteidigung“, sagte Daubresse.