Münchner Sicherheitskonferenz diskutiert über Afghanistan

Die Münchner Sicherheitskonferenz geht heute mit einer Diskussion über das Schicksal Afghanistans und die Rolle der NATO zu Ende. Einer der Hauptredner ist wie schon in den vergangenen Jahren der afghanische Präsident Hamid Karsai.

Zudem sprechen der deutsche Außenminister Guido Westerwelle und seine französische Amtskollegin Michele Alliot-Marie. Die Afghanistan-Politik ist seit mehreren Jahren eines der Dauerthemen auf der Sicherheitskonferenz.

Hauptthema Ägypten

Die Diskussionen an den ersten beiden Konferenztagen waren fast komplett von den dramatischen Entwicklungen in Ägypten und der arabischen Welt bestimmt gewesen.

US-Außenministerin Hillary Clinton und Bundeskanzlerin Angela Merkel machten gestern deutlich, dass sie auf einen geordneten und beispielgebenden Machtwechsel in Ägypten hoffen. Entscheidend sei, ein Machtvakuum und Chaos im bevölkerungsreichsten Land der arabischen Welt zu vermeiden, hieß es.

START-Abrüstungsvertrag in Kraft

Die Sicherheitskonferenz war auch Schauplatz für einen herausragenden Schritt in der Geschichte der nuklearen Abrüstung: Russlands Außenminister Sergej Lawrow und Clinton tauschten die Ratifizierungsurkunden des neuen START-Abkommens aus.

Damit wurde rechtskräftig, dass Hunderte weitreichende Atomwaffen in den kommenden Jahren ausgemustert werden. Es ist das wichtigste Abkommen der USA mit Russland zur atomaren Abrüstung seit 20 Jahren.