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In diesem Sommer ist alles erlaubt

Frühling 2011 bringt modisch die große Bandbreite: Mini und Maxi, Schockfarben und Pastelltöne, Blümchen und Streifen, Spitze und Seide - alles ist erlaubt. Nicht wegzudenken ist in diesem Sommer einmal mehr der Retrolook der 30er, 50er und 70er Jahre: Neben Bleistiftröcken und Petticoats dominieren Fransen, Schleifen und Rüschen.

Noch nicht lange her, da wurde über superkurze Miniröcke und Kleider sowie Shorts die Nase gerümpft. Heuer sind sie wieder „in“ wie lange nicht, vor allem, wenn man sie in Kombinationen mit eleganten Accessoires trägt. Auch der Sixties-Look entführt im Mini wieder „zurück in die Zukunft“, wie sie Pierre Cardin als Avantgarde-Designer der 1960er stilisierte, mit U-Bootausschnitt oder Bubikragen am Shirtkleid.

Lange Kleider im Hippiestil

Bodenlange Kleider und Röcke sollen in dieser Saison auch tagsüber getragen werden. Eine schöne Silhouette zaubern sie vor allem großen oder schlanken Frauen. In Maxi- und Midilänge, gepaart mit Fransen, Blumen, Rauleder und Batik, schwelgen auch die „neuen Bohemians“ im Hippiestil der Siebziger.

Models tragen Kleider von "Phenomenon" des japanischen Designers Takeshi Osumi während der Tokyo Fashion Week.

APA/EPA/Everett Kennedy Brown

Models tragen Kleider von Takeshi Osumi während der Tokyo Fashion Week.

Sanfter Kontrast zu knalligen Farben

Eine leuchtende Farbe von Kopf bis Fuß lautet der auffälligste Trend. Knallfarben wie Pink, Orange und Königsblau brauchen edle Materialien wie Seide, um zur Geltung zu kommen, aber keine Accessoires. Angenehm leise und duftig leicht wirkt das zarte Kontrastprogramm der Pudertöne: Kleidungsstücke in Pastellfarben trumpfen mit raffinierten Schnitten und aufwendigen Details wie Volants und Stickereien auf und behaupten sich sanft neben dem sommerlichen Farbflash.

Ein Model trägt ein Kleid von Elie Saab bei der Haute Couture Paris Fashion

APA/EPA/Ian Langsdon

Ein Model trägt ein Kleid von Elie Saab bei der Haute Couture Paris Fashion.

Mut ist gefragt

Bei den Prints haben die Designer mit blühender Fantasie in die Vollen gegriffen: Botanisches rauscht und bauscht sich auf Leinen, Seide und Chiffon, geometrische Drucke im Stil von Vasarely oder Klee zieren Kleider und Röcke, kräftige Streifen haben mit dezentem Marinelook nichts am Hut: Sogar bodenlange Roben für die Sommerparty tragen Blockmusterstreifen.

Ein Model präsentiert am Laufsteg eine Kreation des Designers Maurizio Galante.

APA/EPA/Ian Langsdon

Ein Model präsentiert auf dem Laufsteg eine Kreation von Maurizio Galante.

Trendsetterinnen folgen dem Aufruf von Miuccia Prada („Es ist Zeit, etwas zu wagen“) und kombinieren Streifen und Karos mit Drucken von Blüten und exotischen Früchten: Mustermix gilt als einer der wichtigsten Trends überhaupt.

Weiß bleibt die Sommerfarbe Nummer eins

Wem das zu wild ist, der besinnt sich am besten auf die Natur: Rohleinen und Wildleder in erdverbundenen Farben sowie ungefärbte Baumwolle wirken dezent-elegant. Schlicht und immer wieder wunderschön sind Outfits ganz in Weiß: heuer verspielt mit viel Spitze, Volants und Dekodetails oder modern und „clean“ mit Linien wie vom Reißbrett ohne jeden Romantiktouch.

Ein Model trägt ein Kleid von Alexandre Vauthier während der Haute Couture Fashion Week in Paris.

APA/EPA/Ian Langsdon

Ein Model trägt ein Kleid von Alexandre Vauthier bei der Fashion Week in Paris.

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