Unruhen in Bahrain vor „Tag des Zorns“

Nach den Unruhen in mehreren arabischen Ländern kommen auch im Golfstaat Bahrain Proteste auf. Vor einer für heute geplanten Oppositionskundgebung wurde bei Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei ein junger Mann durch Schüsse schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Rande einer Hochzeitsfeier in der von Schiiten besiedelten Ortschaft Karsakan.

Warnung vor Eskalation

Oppositionsgruppen hatten über das Internet zu Massenkundgebungen am „Tag des Zorns“ in Bahrain aufgerufen. Die Staatsführung ließ starke Polizeieinheiten auffahren, um den Aufruhr im Keim zu ersticken.

Die schiitischen Muslime stellen die Bevölkerungsmehrheit in dem arabischen Königreich, das von einer sunnitischen Herrscherfamilie regiert wird. Mehrere politische Gruppierungen der Schiiten unterstützten den Aufruf. Vertreter der regierenden Sunniten warnten vor einer Eskalation der Gewalt im Land.

Verletzte bei Protesten im Jemen

Auch im Jemen kam es erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Regimegegnern und Sicherheitskräften. In der Hauptstadt Sanaa prügelten Sicherheitskräfte auf etwa 3.000 Demonstranten ein, die sich dem Palast von Präsident Ali Abdallah Saleh (68) nähern wollten. Die Opposition sprach von mehreren Verletzten.

Bei den Unruhen wurden zudem etwa zehn Demonstranten sowie mehrere Journalisten vorübergehend festgenommen. Es war bereits der dritte Tag in Folge, an dem es in dem arabischen Land zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam.