Guttenberg auch bei Lebenslauf nicht korrekt

Durch die Affäre um seine mutmaßlich großteils abgeschriebene oder überhaupt von Ghostwritern verfasste Doktorarbeit werden nun alle möglichen Aussagen des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.

Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“, Sonntag-Ausgabe) soll Guttenberg etwa auch seinen Lebenslauf auf seiner Website „ein bisschen aufgeblasen“ haben. So seien aus mehrwöchigen Praktika als Student „berufliche Stationen in Frankfurt und New York“ geworden, aus einem mehrwöchigen Praktikum bei der Zeitung „Die Welt“ eine Tätigkeit als „freier Journalist“.

Auch in Kundus-Affäre gelogen?

Ebenso brachte die „FAZ“ einen Vorabdruck aus einer Guttenberg-Biografie, die im März erscheinen soll. Darin wird das Vorgehen des Ministers in der Kundus-Affäre, in der die deutsche Bundeswehr die Verantwortung für die Tötung afghanischer Zivilisten übernehmen musste, detailliert rekonstruiert.

Guttenberg verteidigte sich damals damit, dass ihn Staatssekretär Peter Wichert und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan in der Causa desinformiert hätten. Der „FAZ“-Vorabdruck legt nahe, dass das so nicht stimmt. Außerdem deutet laut dem Text alles darauf hin, dass Guttenberg damals selbst Medien von vertraulichen Gesprächsinhalten informierte, um in der Öffentlichkeit in besserem Licht dazustehen.